Ein Stück in mehreren Akten.

Ab nächstem Jahr will der Bund das langersehnte Projekt Digitalisierung an Schulen fördern und tagte dazu zwei Tage in Potsdam. Fünf Milliarden Euro sollen im Rahmen des „Digitalpakt Schule“ als Investitionsoffensive diese Förderung möglich machen und die vom Bund entworfene Digitalstrategie begleiten. Um diese durchzusetzen, wurde eine Handlungsstrategie entworfen, die die Förderung digitaler Kompetenz für Jung und Alt, den Ausbau der digitalen Infrastruktur und Ausstattung, Förderung der Industrie 4.0 im Sinne der Förderung von Innovation und digitaler Transformation, die Erhöhung der Lebensqualität mit Sicherheit im digitalen Wandel sowie die Modernisierung von Verwaltungsleistungen des Staates vorsieht. Klingt innovativ, macht auch Sinn. Aber? Uneinigkeit. Kurz vor dem geplanten Start der Digitalisierung von Deutschlands Schulen herrscht genau diese und blockiert die Umsetzbarkeit des Digitalpakts, sowie die Durchsetzung der Digitalstrategie. Warten auf Digitalisierung. Während in Potsdam debattiert und diskutiert wird, muss erst mal das Grundgesetz geändert werden. Um ein Gesetz zu ändern, bedarf es noch mehr Diskussion und Debatte und einer Mehrheit. Das Geld, mit dem der Bund fördern möchte, soll die Investitionen von Ländern und Kommunen, die es der Umsetzung der Digitalstrategie bedarf, nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die Vergabe der Mittel soll an Bedingungen geknüpft werden. Wie aber soll das ganze Land gefördert werden, wenn die Uneinigkeit nicht nur in der Debatte um Digitalisierung in Deutschland herrscht, sondern schon in der unterschiedlichen Bildungspolitik der Länder herrscht. Eine Cloud-Lösung für die Vereinheitlichung dieser Qualitätsunterschiede könnte ein Weg in die Zukunft sein, auf die Bedingung dessen im Sinne des Ausbaus der Infrastruktur – wird gewartet. Technischer Fortschritt passiert währenddessen immer weiter in der Welt. Was ist jedoch, wenn Digitalisierung nicht nur ein Besuch einer Weiterbildung oder der Umbau zu einem Breitbandanschluss, sondern vielmehr ein Schritt im Kopf, der zu bewältigen ist? Wieso wird von einem Digitalisierungswandel im schlechten Sinne gesprochen, ein Wandel als etwas Unvorhersehbares, Unumkehrbares, Ungewolltes. Warum spricht die Bundesregierung von Lösungen zur Digitalstrategie und geht damit von einem Problem aus? Was, wenn die Digitalisierung gar nicht das eigentliche Problem ist, sondern der Umgang mit dem Versuch mit der Zeit zu gehen? »Komm, wir gehen.« »Wir können nicht.« »Warum nicht?« »Wir warten auf Godot.« »Ach ja.« – Mehrfach geführter Dialog zwischen Estragon und Wladimir Wir warten auf Digitalisierung.


Vianney Lancres

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